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Marvelous

Der April ist bekannt für sein wechselhaftes Wetter. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 8°C – 18°C. Nachdem das Jahr 2015 sich von Beginn an regnerisch gezeigt hat, neigt sich der Trend weiterhin dorthin.

Storyline | Timeline

Bei Fragen helfen euch Rica oder Linda - auch auf Discord.

The daily Bugle

Der April 2015 ist geprägt von Festnahmen und Durchsuchungsbefehlen. Neben den X-Men ist auch Steve Rogers in Visier des Staats geraten. Nachts traut sich kaum mehr jemand auf die Straßen, nachdem straffällige Mutanten aus Guantanamo-Bay befreit wurden.

Plots | Daily News

Erstellte Forenantworten

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  • #60386

    Cassandra musste lachen. »Dann bist du ja sehr kreativ, ich mixe nur nach Rezept. Wir machen einfach beides, das wird uns alles schon gut schmecken.« Und die Aussicht auf diese gemeinsame Zeit war echt schön, endlich gab es mal wieder etwas, wo sie drauf hinfiebern konnte.

    Es wäre wohl auch zu einfach, wenn alle zusammenhalten würden. Aber das war der Preis für die Individualität des Einzelnen. Da gab es eben auch gefühlt hundert Meinungen dazu, wie die Welt auszusehen hatte. Dafür gab es die Politik. Die nicht immer gut funktionierte. Cas legte dem Grünling aufmunternd eine Hand auf den Arm. »Umso wichtiger ist es, sich mit Gleichdenkenden zu umgeben. Dann ist man wenigstens nicht allein.«

    Cassandra hörte sehr genau zu, als Jake von dem Standpunkt der Schule und der X-Men berichtete, und nickte dabei verstehend. »Uff, ja … das hört sich wirklich ziemlich kompliziert an. Aber ich glaube, ich weiß, was du meinst. Es ist einfach schwierig, da eine klare Linie zu fahren, wenn man auf so viel achten muss. Obwohl ich zum Beispiel als schwierig erachte, sich registrieren zu lassen und dennoch zu sagen, es sei falsch. Man nimmt es ja trotzdem dann hin und wehrt sich nicht.«
    Seufzend ließ sie die Schultern hängen. »Neutralität ist in diesen Zeiten schwer … ich glaube auch, dass von den radikaleren Seiten dann wohl auch versucht wird, rekrutiert zu werden, oder? Wer möchte nicht das Institut oder gar die X-Men an seiner Seite wissen?«
    Nachdenklich und ein wenig besorgt sah sie Jake an. »Ob wir wohl irgendwann auch einfach wieder nur davon reden können, wie schön das Wetter ist und wo wir im nächsten Jahr Urlaub machen wollen?« Manchmal wünschte sie sich schon diese ‚Einfachheit‘ des Lebens zurück, aber es blieb wohl ein Traum. Die Welt funktionierte einfach nicht so.

    #60385

    Was war nur los in dieser Welt? Gut zwei Wochen war es her, dass Wanda sich endgültig von Hydras Ketten befreit hatte. Steve hatte sie bei einem Auftrag erwischt und irgendwie hatten sie es geschafft, dass die Situation im Institut nicht komplett eskaliert war. Die Tatsache, dass Pietro anschließend nichts passiert war, machte deutlich, dass Hydra die ganze Zeit wohl nur geblufft hatte. Wanda hasste sich eine Zeit für das Verschweigen ihrer Probleme, aber dann zwangen sie weitere Geschehnisse, sich zusammenzureißen und nach vorne zu blicken. Wie Steves missglückte Verhaftung und der Ausbruch der Mutanten vor zwei Tagen. Letztere überschwemmten New York geradezu und sorgten dafür, dass man sich noch unsicherer auf der Straße fühlte.

    Trotzdem war Wanda heute draußen unterwegs. Nicht, weil sie es unbedingt auf Konfrontationen abgesehen hatte, aber sie wollte sich nach wie vor ihren Platz bei den Avengers verdienen. Besonders nach allem, was sie getan hatte. Mit Pietro war die Lage immer noch recht verfahren, sie befanden sich auf zwei so unterschiedlichen Wegen, was Wanda immer noch sehr schmerzte. Früher waren sie so unzertrennlich gewesen, und nun?

    Diese Gedanken schüttelte sie ab, als ihr plötzlich eine Handvoll Menschen rufend entgegenrannte und sie einen Tumult hörte. Sie ging weiter und bog um die Ecke, damit sie sehen konnte, was da los war. Vor der Polizeistation gab es einen Kampf. Wanda musste zweimal hinsehen, bis sie erkannte, dass die Beteiligten einer der Gruppen alle gleich aussahen. Multiple Man sandte noch eine Vervielfältigung in den Ring, aber es ging alles sehr schnell. Es war unmöglich, auszumachen, wer der eigentliche Mutant war. Und da die Eagles mittendrin waren, konnte Wanda auch nicht einfach eine Kraftwelle in das Zentrum des Kampfes schicken, sonst würden diese sie auch noch festnehmen. Also fokussierte sie einfach ein paar der Abbilder und hielt diese mittels ihrer Kräfte fest. Vielleicht war ja der Richtige dabei, oder sie konnte einige der Angriffe auf sich umlenken, um den Eagles Zeit zum Formieren zu geben.

    #60384

    Heyho,

    diese Szene kann ins Archiv (März): Klick

    Dankeee <3

    – weggeräumt 🙂

    • Diese Antwort wurde vor vor 5 years, 7 months von Rica bearbeitet.
    #60383

    Sie mussten das alles ja nicht gleich heute aufarbeiten. So etwas brauchte Zeit und Shen würde Leo gerne so viel davon geben, wie er brauchte. Währenddessen konnte sie sich ja Gedanken dazu machen, wie sie ihm weiterhelfen konnte und das Kloster kontaktieren. Mit Sicherheit wusste Tian einen Rat, auf ihn war eigentlich immer Verlass. Shen hatte dort zwar viel gelernt, doch es gab immer jemanden, der mehr wusste und Erfahrung hatte. Dafür war sie dankbar, denn niemand hatte all die Weisheit für sich gepachtet. Selbst die Meister konnten noch von anderen lernen, davon war sie überzeugt.

    »Okay … du weißt ja, wo du mich findest, wenn du reden möchtest. Und ich überlege, an welchem Punkt wir beim nächsten Mal ansetzen, okay?« Mit einem Lächeln stand Shen nun auf und winkte ihrem Schüler zu. Vielleicht wollte er ja noch etwas hier bleiben und die Sonne genießen? »Machs gut, Leo, bis bald.« Damit wandte sie sich um und verschwand wieder im Institut.

    ooc: Alles klar, ich lasse die Szene verschieben 🙂

    #60367

    Huhu,
    ich nutze eigentlich auch nur noch Discord und wäre auch dabei. 🙂

    #60354

    Gelöscht auf eigenen Wunsch:

    Dominik – Victor Creed (Wir wünschen viel Erfolg beim Staatsexamen!)
    Lils – Tony Stark (Wir wünschen weiterhin alles Gute in der Forenwelt)

    #60347

    Heyhey <3 Sorry das ich euch so lange hab im dunkeln stehen lassen. Ich werd das Board wieder verlassen. Hier bewegt sich für mich zu wenig und ich suche ein aktives Board. Hab zwar leider keins gefunden wo ich TOny spielen kann, aber damit muss ich dann leben, dafür hab ich was lebendiges gefunden, wo sich anderes gut spielen lässt! Danke trotzdem. Ihr habt mich sehr toll und freundlich aufgenommen und ich drück euch ganz feste die Daumen, dass hier wieder schwung reinkommt. Vielleicht läuft man sich noch mal über den Weg <3 Die RPG Welt ist ja zum Glück wie ein Dorf <3

    #60343

    Ja, es war wirklich ein wenig wie ein Traum gewesen im Institut. Shen hatte zwar nie die Geschehnisse, Seth und Julian vergessen, aber manchmal waren die Erinnerungen in den Hintergrund gerückt. Weil sie auch nie gewusst hatte, ob sie die beiden noch einmal wiedersehen würden. Sie hatten sich bewusst so verabschiedet. Das hatte sehr geschmerzt, doch ihr Vorhaben war gewesen, sich dadurch nicht aufhalten zu lassen. Weswegen sie die Perspektiven nahm, die ihr das Leben gab. Im Inneren immer in dem Bewusstsein, zu Seth zurückzukehren, sobald er danach fragte. »Ein wunderschöner Traum, der einen auch ein wenig einlullen kann«, stimmte sie also zu. »Ich muss zugeben, dass es ihm fast gelungen ist und es fühlte sich richtig an, solange ich dort war, aber …« Sie blickte Seth in die Augen und lächelte. »Das Wesentliche fehlte.« Und das war er. Ohne ihn war sie nicht lebendig. Egal, wie kitschig das klang, es stimmte einfach.

    Aber nicht nur er hatte gefehlt, sondern auch die Bereitschaft, über Alternativen nachzudenken. Das schätzte sie ja so an Seth. Er ging einen ganz eigenen Weg und er war immer noch bereit, alles dafür zu opfern. Sonst säßen sie nicht hier, wagten einen Neuanfang und bereiteten sich wieder darauf vor, gestärkt aus ihrer Vergangenheit herauszukommen. Shen liebte die Entschlossenheit, die in seinem Blick lag. Viel zu lange hatte sie diese nicht gesehen und es zeigte ihr, dass Seth immer noch er selbst war. Niemand konnte ihn brechen.

    Sie drückte seine Hand. »Und das werden wir. Hart dafür kämpfen.« Das war schließlich ihr Ding, wenn man so wollte. Die Zukunftsvision, die Seth gezeichnet hatte, war es wert. Sie hätte jetzt fragen können, was ihre nächsten Schritte waren, aber das wollte sie nicht. Noch nicht. Seth tankte gerade noch Kraft, heute war der erste Tag, an dem sie sich länger unterhielten, und das war schön. Da wollte sie nicht gleich wieder auf die ernsten Dinge kommen. »Aber vielleicht erstmal auf der Matte«, sagte sie lachend und spielte auf das Training an, das Seth anscheinend sehr fehlte.

    #60342

    Das Grinsen auf Jamals Gesicht war ja eigentlich schon Antwort genug. Wanda freute sich riesig, dass er auf ihren Vorschlag einging, denn sie hatte schon richtig lange auf jemanden gehofft, der ihr die Stadt zeigte. Zwar hatte sie inzwischen schon ein paar Kontakte geknüpft, aber keiner davon war so richtig der Typ dafür, mit ihr entspannt plaudernd durch New York zu tingeln. Also zumindest konnte sie sich das momentan mit niemandem vorstellen. Vielleicht lag es an den Gesprächen, die dabei entstehen würden. Jamal kannte sie praktisch überhaupt nicht. Er wusste nicht, was sie getan hatte und wer sie wirklich war. Sie lernten sich auf einer Ebene kennen, die ihr vollkommen unbekannt war. Und das war schön.

    »Perfekt! Das wäre richtig toll«, sagte sie also etwas überschwänglich begeistert, aber sie freute sich gerade echt. »Dann lass uns sofort losgehen.« Denn wenn Jamal nur noch ein paar Stunden übrig hatte, dann wollte sie diese gerne mit ihm verbringen. Die Aussicht hatten sie ja jetzt eine ganze Weile genossen, also konnten sie sich ruhig einer neuen Beschäftigung widmen.

    »Musst du vorher nochmal bei deiner Familie vorbei?«, fragte sie, während sie aufstand und ein paar Browniekrümel von ihrem Oberteil fegte. Eigentlich waren sie ja zu schade, auf dem Boden zu landen, aber auch zu klein, um sie noch zu naschen, ohne dabei peinlich auszusehen. Na ja … hatten die Vögel noch etwas davon. Sie griff auch die leere Kaffeetasse, was ihre Frage ja eigentlich schon beantwortete. Denn sie konnten diese ja nicht einfach hier stehenlassen, sondern mussten sie noch in die Küche bringen, oder?

    #60341

    Na, da fielen Cassandra ja schon einige Cocktails ein, die man mit diesen Säften kreieren konnte. Gedanklich speicherte sie das ab. »Hast du schonmal Cocktails gemixt? Wir können das auch locker zusammen machen, dann bereite ich nicht zu viel vor.« Und sie könnten einen kleinen Klapptisch bei sich aufbauen, für die Zutaten und Gläser. Lediglich das Eis müssten sie irgendwie kühl halten. Oder gab es im Institut vielleicht gar jemanden, der ihnen einen nicht so schnell schmelzenden Eiskristall erstellen könnte? Dann bräuchten sie nur Hammer und Meißel. Wobei es wahrscheinlich unverschämt wäre, nach so jemanden zu fragen.

    »Stimmt, das ist ein guter Bonus«, erwiderte Cas lachend. Trotzdem keiner, den sie ausnutzen würde. Eine Zeit lang hätte sie da sicher anders gedacht, denn manche Kontakte hatte sie sich schon nach ihrem jeweiligen Nutzen ausgesucht. Und auch bei Stark damals hatte sie nur angefangen zu arbeiten, weil sie die Karriereleiter aufsteigen wollte. So ehrgeizig sie nach wie vor war, hatten die Dinge in ihrem Leben inzwischen dennoch eine andere Gewichtung bekommen. Was sie eigentlich auch ganz gut fand, so ergab alles einfach mehr Sinn. Und sie hatte nicht mehr das Gefühl, so wie ihre Eltern zu werden.

    Nachdenklich nickte Cassandra, als sie über die verschiedenen Gruppen sprachen. »Siehst du, sie lassen sich kaum miteinander verknüpfen. Selbst wenn sich eine große Gruppe bilden würde, gäbe es immer andere, die unzufrieden wären. Egal, wer sich am Ende durchsetzt, andere könnten es nicht akzeptieren und dagegen ankämpfen. So war es schon immer in der Menschengeschichte. So schön die Individualität des Einzelnen ist, desto problematischer ist sie in solchen Krisen.« Wofür es so etwas wie die Demokratie gab, damit möglichst alle Meinungen mit gerechten Abstimmungen unter einen Hut gebracht wurden. Das war eine schöne Theorie, doch auch hier ging es oft korrupt zu, Macht wurde ausgenutzt, Versprochenes nicht eingehalten … als kleiner Bürger konnte man kaum etwas dagegen tun, da blieb ja nur noch, sich für das einzusetzen, woran man glaubte.
    »Hmm, ja das verstehe ich. Aber hat das Institut nicht auch eine Meinung zu dem Ganzen und vertritt diese nach außen? Sind damit alle einverstanden?« So wirklich konnte sie sich nicht daran erinnern, je so etwas in den Medien gehört zu haben. Hank McCoy saß zwar in der Politik, aber das hieß nicht, dass er gleich für das ganze Institut sprach, oder?

    #60281

    »Und welchen Saft magst du am liebsten?« Da gab es schließlich eine recht große Auswahl, vor allem auch wenn es um Cocktails ging. Wenn sie schon mit Jake Cocktails trinken würde, dann sollten es auch perfekte sein, die ihnen beiden schmecken würden. Auf jeden Fall würden sie wohl ganz gut entwässern, wenn sie so viel tranken. Dann hätte sie zumindest keine Probleme mit hitzebedingten Wassereinlagerungen in den Beinen – juhu!

    »Hm, ja sieht ganz so aus. Umso besser, dass ich dich nun endlich besser kenne. Aber nur fürs Protokoll: Diese Freundschaft entsteht nicht, weil ich mich im Park des Instituts sonnen will. Zumindest nicht nur.« Sie grinste breit. Warum hatten sie und Jake sich denn nicht schon früher mal unterhalten? Gelegenheiten hätte es genug gegeben, allerdings kaum Zeit und Ruhe. Und es wäre ja auch ein wenig komisch gewesen, wenn Cas den Grünling belagert hätte, obwohl er wegen Hope dagewesen war. Gut, jetzt tat sie es auch, aber auch nur, weil ihre Chefin gerade nicht da war.

    »Hmm, aus vielen kleinen Gruppen eine große zu machen, stelle ich mir auch problematisch vor. Da einen gemeinsamen Nenner zu finden ist schier unmöglich. Es hat ja auch schließlich einen Grund, weshalb sie getrennte Wege gehen, auch wenn sie scheinbar für dasselbe kämpfen.« Cassandra dachte kurz nach. Egal, welches Szenario sie sich ausmalte, es gab einfach keine perfekte Lösung. Aber das war im Leben ja nie der Fall, warum sollte es plötzlich anders sein?

    #60280

    Hilfsbereit und offen … diese beiden Eigenschaften verband sie auch sofort mit Hank. Er war ihr ein treuer Freund gewesen, als sie es am meisten gebraucht hatte. War es vermutlich immer noch, obwohl sie sich so plötzlich und ohne Hoffnung auf ein Wiedersehen von ihm verabschiedet hatte. Sie vermisste ihn sehr und deswegen war es eigentlich ganz schön, über ihn zu sprechen. »Ja, davon hat er mir erzählt. Einige Verluste scheinen ihm persönlich sehr nahezugehen. Aber er gibt keinen von ihnen auf, das rechne ich ihm hoch an.«

    Auf die Frage, ob sie viel mit ihm zu tun gehabt hatte, nickte sie mit einem Lächeln. »Er hat mich in Empfang genommen und mich untersucht. Es war ja auch mitten in der Nacht … ich glaube, Jean übernimmt schon das meiste, aber er hilft ab und zu aus.« Im Grunde war sie ja auch sehr froh darum. »Er ist ein guter Freund geworden. Ich war ja … ziemlich neben mir. Traurig und frustriert. Na ja … und er war einfach da, obwohl ich ihm nichts Genaues erzählt habe.«

    »Für ein paar Tage habe ich Ororo unterstützt. Sie hilft einigen der Schüler bei Meditationsübungen. Ich konnte einbringen, was ich im Kloster gelernt habe.« Kurz überlegte sie, ob sie Seth davon erzählen sollte, welche Perspektiven sie dank Hank am Institut gehabt hatte. Sie hätte es sich dort durchaus dauerhaft bequem machen können. Aber sie hatte Angst, dass er dann dachte, sie einer schönen Zukunft entrissen zu haben – obwohl es ihre Entscheidung gewesen war. Für Shen gab es keine schöne Zukunft, wenn Seth kein Teil davon war. Also war sie hier.

    #60279

    Herausfinden, wer der Echte war … nun, das war leichter gesagt als getan. Wanda bemühte sich, zu schauen, von wem die Vervielfältigungen ausgingen, aber es passierte so rasend schnell, dass es unmöglich war. Genau wie Steve schaltete sie einen nach dem anderen aus, ohne das Glück zu haben, das Ziel zu erwischen. Sie überlegte an einer neuen Strategie, aber Cap hatte schon den rettenden Einfall. Ein Alptraum. Ja, vielleicht brachte sowas gleich das ganze Kollektiv aus dem Konzept.

    Sie visierte das nächstbeste Abbild an und ging entschlossen darauf zu. Für die Verwirrung von Gedanken brauchte sie eine gewisse Nähe. Aber bevor sie dicht genug ran war, sah sie aus den Augenwinkeln eine Bewegung und lag im nächsten Moment schon auf dem Hosenboden. Ihr Blick schnellte hoch, doch ihr Fall war eigentlich viel zu sanft gewesen, als dass es eine ernstgemeinte Attacke gewesen sein konnte.

    »Pietro?«, fragte sie und riss die Augen auf, aber nur kurz, bevor seine Wut auf sie überschwappte. Was sie hier tat? Was tat er hier? Einfach nur zuschauen? Diesem Mistkerl da drüben freie Hand lassen? »Wir brauchen keine Hilfe bei Stark«, schimpfte sie und kam wieder auf die Füße. »Wie kannst du nur dabei zuschauen, wie er hier Unruhe stiftet?« Sie hatten gerade eigentlich gar keine Zeit für diesen Streit. Ihr Blick glitt zu Steve. War er in Ordnung?

    #60278

    Mit einem Lächeln hörte Wanda den Tagträumen zu. Ihr war jederzeit bewusst, dass sie niemals wahrwerden würden, aber es war doch nicht schlimm, sich ihnen für einen Moment zu ergeben, oder? So einen tollen Sternenhimmel würde sie unglaublich gerne mal sehen. In der Wüste wären sie weitab von der Lichtverschmutzung der großen Städte. Sie könnten sich vorstellen, in ein kleines Raumschiff zu steigen und einfach davonzufliegen. Und so futuristisch war diese Fantasie gar nicht, immerhin sah sich die Welt einigem gegenüber, das man sonst als Science Fiction abgestempelt hätte.

    Wenn sie mit ihren Kräften einfach so tun könnte, was sie wollte, ohne mit Strafen oder Verfolgung rechnen zu müssen, dann würde sie weit mehr vollbringen, als nur Sachen zu schleppen. Sie ließ diese Gedanken nur selten zu, was brachte es, zu imaginieren, was man alles tun konnte, wenn man Angst vor den eigenen Kräften hatte. Und man sie ohnehin nur im Notfall nutzen sollte. Gut, das mit der gerissenen Tasche vorhin, das war kein richtiger Notfall gewesen. Eher ein Reflex. Dass sie dabei auf Jamal getroffen war und keinen fanatischen Mutantenhasser … nun, das war wohl Glück gewesen.

    »Nein, ist es nicht«, pflichtete sie bei. »Aber weißt du, was möglich ist? Wie gut kennst du New York? Wenn wir nicht das Land erkunden können, dann zumindest die Stadt?« Zumindest sie kannte hier kaum etwas. Die Wege zum Haus von Pietro und ihr und zum Stark Tower. Das Institut … aber sonst? Sie hatte versucht, sich umzusehen, doch immer wieder verlaufen. Und alleine machte es ihr ohnehin kaum Spaß, auf Erkundungstour zu gehen.

    #60277

    Konnte das Leben eines Mutanten in Ordnung sein? Claire wusste es nicht so genau. Sie kannte gute und schlechte Phasen und führte keine Liste, sodass sie nicht wusste, welche Seite überwog. Sie wollte auch nicht darüber urteilen, aber Bobbys Leben am Institut schätzte sie schon sehr positiv ein. Bis er eben die ein oder andere falsche Entscheidung fällte, die nun dazu führte, dass es ihm so schlecht ging. Chame wusste auch nicht, wie es weiter ging und war die letzte, die da gute Tipps geben konnte. Dennoch versuchte sie es, irgendwie. Mehr oder weniger erfolgreich.
    „Hab ich nicht gesagt“, murrte sie halblaut und schüttelte entschieden den Kopf.
    Bobby sah noch immer wie Bobby aus. Nur müder und abgeschlagener, aber es war immer noch der viel zu liebenswerte X-Men, der sich viel zu nett um sie gekümmert hatte.

    Bis zum Gefängnis wollte sie noch gar nicht denken. Noch war er frei. Alles andere… würde sich finden.
    „Du bist ein Idiot, nur weil du die Leute meidest, heißt das nicht, dass sie nicht versuchen zu helfen.“
    Sah man ja an Sally, die Claire erst dazu bewegt hatte, hierherzukommen. Jetzt sah sie ja, wie nötig er Unterstützung hatte. „Bleib mal stehen“, forderte sie und wollte die Hand nach seinen Rücken ausstrecken, doch er stapfte weiter. Also mobilisierte sie nochmal ihre Kräfte, ignorierte das Zwicken ihrer Rippen und machte ein paar lange Schritte. Chame zog an ihm vorbei und stellte sich ihm dann in den Weg. „Wir sind doch auch ein Team, richtig?“ Das sagte sie nur, weil Paar irgendwie absurd kitschig klang und nicht richtig passte. „Wir arbeiten auch zusammen. Sind füreinander da und so ein scheiß und jetzt bin ich da. Nicht nur hinter dir, auch vor dir. Du siehst mich doch, oder?“ Sie legte den Kopf schief und nur um sicherzugehen, schwenkte ihr Blick kurz an sich herab. Ja, sie war sichtbar. Sie sah wieder hoch zu ihm.

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