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Marvelous

Der April ist bekannt für sein wechselhaftes Wetter. Die Temperaturen bewegen sich zwischen 8°C – 18°C. Nachdem das Jahr 2015 sich von Beginn an regnerisch gezeigt hat, neigt sich der Trend weiterhin dorthin.

Storyline | Timeline

Bei Fragen helfen euch Rica oder Linda - auch auf Discord.

The daily Bugle

Der April 2015 ist geprägt von Festnahmen und Durchsuchungsbefehlen. Neben den X-Men ist auch Steve Rogers in Visier des Staats geraten. Nachts traut sich kaum mehr jemand auf die Straßen, nachdem straffällige Mutanten aus Guantanamo-Bay befreit wurden.

Plots | Daily News

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  • #60194

    Alex
    Spieler

    Die Umarmung liess bei Kitty alle Dämme brechen und die Tränen liefen. Zusätzlich löste die Geste eine Erinnerung aufkeimen. Kitty hatte Scott eine Umarmung angeboten, nachdem er ihr eröffnete, dass er Jean heiraten wird.

    „Feiern…. Scott und Jean, sie haben zu feiern. Gleich morgen. Carrie, morgen werden Jean und Scott heiraten. Oder ist das schon heute? Welche Uhrzeit haben wir denn?“
    Es war ein chaotisches Bad der Gefühle. Einmal traurig, einmal freudig und dann wieder komplett wirr.

    „Es tut mir Leid Carrie. Ich sollte wohl lieber gehen. Entschuldige, dass ich dich gestört habe.“
    Kitty versuchte wiederum aufzustehen. So langsam entglitt ihr jegliche Kontrolle.

    Eigentlich wollte sie mit Carrie darüber reden, wie es jetzt weiter gehen sollte. Aber ihr Kopf schien nicht mehr mitzuarbeiten. Sie kannte diese Situation nicht, sie hatte sich noch nie so betrunken. Angst machte sich breit, denn ihr Körper schien nicht mehr ihr zu gehören. Sie konnte nicht aufstehen, konnte die Lage nicht mehr unter Kontrolle bringen.

    „Carrie, kann ich hier bleiben? Ich weiss gerade nicht wohin….“

    #60191

    Alex
    Spieler

    Für einen Augenblick verschlag es Kitty die Sprache. Mit dieser Ankündigung hatte sie nicht gerechnet. Natürlich freute sie sich darüber und es war absehbar, dass es irgendwann zu einer Hochzeit zwischen den beiden kommen würde. Wieso aber jetzt, wieso so kurzfristig, wieso hatte sie nichts davon gewusst?

    Kitty atmete tief durch, bevor sie sich noch in etwas reinsteigerte. Sie musste besonnen bleiben. Diese Hochzeit war etwas Schönes, aber es durfte nun keinen Einfluss auf ihre getroffene Entscheidung haben.
    Nein, auch wenn Scott ihr schon früher von seinen Absichten erzählt hätte, sie sich nicht anders entschieden. Die God’s Children brauchten sie und das hiess nun mal, dass die X-Men auch ohne sie auskommen mussten, anders ging es nicht mehr weiter.

    Aber Kitty hatte Scotts Wink verstanden. Für ihn war die Sache abgeschlossen und er wollte über andere Themen sprechen. Irgendwo tat das Kitty ein wenig weh, denn sie dachte… nein, nicht nur gedacht, sie hat mit viel mehr Gegenwehr gerechnet. Jetzt hiess es wohl Abschied nehmen. Was gab es Schöneres, als dies mit einer freudigen Botschaft zu tun.
    „Scott! Du und Jean… Das freut mich für euch. Wann und wo kann man euch denn morgen beglückwünschen? Wie hast du das nur angestellt und organisiert in dieser schwierigen Lage?
    Aber du hast Recht, wenn nicht jetzt, wann dann? Das wird sicher alle aufmuntern und vielleicht auch helfen ein wenig positiver in die Zukunft zu schauen.“

    Kitty setzte ihr herzlichstes Lächeln auf. Sie lächelte über die Wut und den Schmerz hinweg, der sich in ihr breitgemacht hatte. Sie musste den Mut zeigen, den sie sich versucht hatte einzureden.
    „Komm her Scott und lass dich drücken! Herzliche Gratulation!“ Kitty stellte sich vor ihrem ehemaligen Mentor auf, streckte die Arme aus und wartete darauf, dass er sich darauf einlassen würde. Eine Geste des Abschiedes, der Freundschaft und des Glückwunsches zugleich.

    • Diese Antwort wurde vor vor 5 years, 9 months von Alex bearbeitet.
    #60184

    Alex
    Spieler

    Offensichtlich wollte Herr Gray das Gespräch beenden. Elektra stimmte ihm zu, es würde bestimmt noch einiges zu bereden geben, aber ihr Kopf war voll mit neuen Gedanken und sie musst erst einmal wieder ein wenig Ordnung in das Chaos bringen.
    „Nein, nein, ich denke das genügt. Danke für Ihre Unterstützung und gerne nehme ich das Angebot der Wohnung in Anspruch. Ich werde dort auf eine Benachrichtigung von Ihnen warten.“
    Elektra konnte es kaum noch abwarten aus den schmuddligen Kleidern raus zu kommen, eine heisse Dusche zu nehmen, bevor sie sich ins Training stürzen würde. Es gab nichts Besseres als den Körper bis zur Erschöpfung zu treiben, um wieder klar denken zu können. Das hatte sie nach den Erlebnissen der letzen Tage dringend nötig. Um die Zeit ihres Gönners nicht noch mehr zu beanspruchen, bot Elektra an draussen auf den Fahrer zu warten und sich dabei auch gleich ein wenig frische Luft zu gönnen.
    Viel Zeit blieb ihr nicht, der Fahrer schien auf Abruf gewartet zu haben. So befand sie sich also zehn Minuten nach der Beendigung des Gespräches wieder im gleichen Wagen, der sie her gebracht hatte auf dem Weg zum Safehouse.

    #59783

    Alex
    Spieler

    Ihr Entschluss tat im weh, das konnte Kitty erkennen, auch ohne dass sie hinter seine Brille sah. Es war ein harter Schlussstrich, den sie zog, aber es ging einfach nicht anders. Würde sie sich auch nur eine Hintertüre erlauben, ein vielleicht, nur um eine Auszeit bitten, dann wäre dies eine Möglichkeit zuviel zurückzukehren und sie würde es jetzt nicht schaffen sich zu trennen. Die X-Men waren nicht einfach ein Einsatzteam, es war ihre Familie, die X-Men hatten sie gross gezogen und ihr überhaupt die Möglichkeit geben da zu stehen, wo sie es tat. Nun war es aber an der Zeit, dass sie alleine weiter ging.

    „Was ich tun werde? Nun, da gibt es ganz viel zu tun. Erst einmal aber Ordnung in das Chaos der letzten Monate bringen. Ich muss meine vernachlässigten Kontakte wieder pflegen, ein neues Netz aufbauen, ganz klare Präsenz markieren.“
    Kitty zögerte ein wenig, es war nicht der Zeitpunkt mit Scott ihre Pläne zu besprechen. Nein, genau Scott musste sie nun aus diesem Dienst entlassen und an seiner Stelle Carrie Platz einräumen. Darum beendete sie ihren Vortrag auch gleich wieder: „Und ganz abgesehen von meinen sozialen Verpflichtungen gibt es da auch noch ein Studium, das ich zu einem Abschluss bringen möchte.“

    Abgrenzen, es war schwer, aber Scott musste sich anderem widmen als ihr. Es war ihm hoch anzurechnen, dass er sie nach ihrer Ansage nicht einfach raus schmiss, sondern noch immer ein Ohr für ihre Anliegen hatte. Aber nicht heute, nicht hier und nicht bevor die Emotionen dieses Bruchs sich ein wenig beruhigt hatten.

    „Ich hoffe wir bleiben trotzdem in Kontakt und Freunde. Ich weiss, es muss dir wie ein Verrat von meiner Seite her vorkommen. Ich werde natürlich die anderen informieren, wenn es dir recht ist. Ich werde auch klar stellen, dass nur ich und ich ganz allein diese Entscheidung getroffen habe. Sicherlich wird Bobby sauer sein, aber wenn dann soll sein Zorn mich treffen und nicht dich. Es ist wichtig, dass ihr zusammenhaltet.
    Ich möchte dich auch jetzt nicht mit meinen Zukunftsplänen weiter belasten. Ich verspreche dir, dass du immer erfahren wirst, welches meine nächsten Schritte sind und ich würde mich freuen, wenn unser Austausch bestehen bleibt. Eber momentan gibt es für mich nur einen sehr, sehr egoistischen Weg. Es tut mir Leid.“

    #59781

    Alex
    Spieler

    Als Carrie ihr die Flasche reichte, zögerte Kitty keine Sekunde und leerte sie fast schon in einem Zug. Lieber mehr rein, als dass das Zeugs wieder aus ihr raus kam. Ein Aufstossen konnte sie, nachdem sie die Flasche wieder abgesetzt hatte, nicht verhindern, aber sie musste sich zumindest nicht übergeben.
    „Danke, das hat gut getan. Ich hatte solch einen Brand.“

    Es war eine urkomische Situation, zumindest empfand Kitty sie so. Besonders der Umstand, dass genau sie einmal solche Worte sprechen würde, daran hätte sie im Traum nicht gedacht.
    Kitty lachte lauthals, doch Carries Frage brachte sie zumindest für einen Augenblick auf den Boden der Tatsachen zurück.

    „Na ich habe Scott und seiner ganzen Bande den Laufpass gegeben. Tschüss Institut, tschüss X-Men. Jetzt bin ich frei und diese Elektra- Tante kann die God’s Children nicht angreifen. Wenn das nicht ein Grund zum Feiern ist. Komm Carrie, lass uns feiern!“

    Kitty war es alles andere als danach zu feiern. Es war ein Schritt gewesen, ein schwerer Schritt in eine unsichere Zukunft. Trotzdem lächelte sie und hoffte, dass auch Carrie sich freuen würde. Wenn der Alkohol nicht seinen Tribut gefordert hätte, wäre es Kitty vielleicht sogar gelungen ihrer Freundin zu übermitteln, dass dies durchaus ein Schritt der Erleichterung war, etwas das sie nicht unbedacht und aus einer Laune heraus entscheiden hatte.

    #59779

    Alex
    Spieler

    Für einen kurzen Augenblick flammte in Elektras Augen so etwas wie Verwundbarkeit, Wut und Traurigkeit auf und sie wollte einige Worte der Verteidigung hervorbringen, als Gray den Zwischenfall im Training erwähnte. Damals war sie noch ein Kind, aber sie hatte das erste Mal die Macht gespürt, die sie alleine durch ihre Kampffähigkeiten über andere Personen hatte.

    Sie hatte sich aber gleich wieder beruhigt, den der Richter sprach weise Worte, Worte die dazu führten, dass Elektra einem Menschen seit sehr langer Zeit wieder so etwas wie Vertrauen entgegenbringen konnte. Dieser Mensch wollte sie nicht in eine Falle stossen, er wollte ihr nicht schaden, er wollte sie doch tatsächlich unterstützen. Selbst wenn er eigene Vorteile aus ihrer Lage ziehen wollte, schien es ihm ein Anliegen ihr die Sicherheit zu geben, dass sie sich nicht Sorgen machen musste und zu ihrer Rache kommen würde.

    Auf seine Frage nickte sie: „Ja, dies genügt mir fürs erste. Welche Rolle werden sie in dieser Angelegenheit einnehmen? Sind sie der Richter, der sich diesen Fall annimmt oder sind sie mein Anwalt? Muss ich mich für die Zusammenarbeit noch auf weitere Personen einlassen? Ich stand noch nie vor Gericht weder als Klägerin noch als Angeklagte. Daher muss ich mich auf ihre Leitung verlassen.“

    Arbeit in einem Team, etwas das Elektra schon lange hinter sich gelassen hatte, sie müsste für diese Rache einiges opfern, aber das war es ihr wert. Keiner, keiner würde es danach wieder wagen sich ihr so in den Weg zu stellen, wie dies die X-Men gemacht hatten. Ja, vielleicht war es Zeit mit dem Versteckspiel aufzuhören und ihre Position im Machtgefüge einzunehmen.

    • Diese Antwort wurde vor vor 5 years, 11 months von Alex bearbeitet.
    #59403

    Alex
    Spieler

    Kitty liess sich ohne weitere Worte von Carrie in die Wohnung und schliesslich zum Sofa führen, auf dem sie auch gleich Platz nahm. Bevor sie Carries Frage beantworten wollte, setzte Kitty abermals die Flasche an die Lippen, nur um mit einem Schulterzucken festzustellen, dass sie tatsächlich leer war.

    „Hast du was zum Trinken zuhause? Mir ist gerade eben der Sprit ausgegangen.“ Kitty versuchte aufzustehen, um selbst nachzuschauen, doch schienen ihre Beine ihr nicht mehr zu gehorchen und so blieb ihr nichts anderes übrig, als sich wieder auf das Sofa zurückfallen zu lassen.

    „Carrie, ich hab es tatsächlich getan. Seth hat mit mir gesprochen und dann hab ich mich entschieden. Ich bin frei und endlich kann ich mich auf die God’s Children konzentrieren. Ich hab es durchgezogen. Jetzt bin ich hier und alles ist wie ein Traum. Aber ich will nicht mehr zurück, ich kann nicht mehr zurück. Ich musste das tun, nur so kann ich endlich den Weg gehen, den ich will. Ich hab das für euch getan.“
    Kitty brabbelte vor sich hin, für sie machte alles ein Sinn, doch von Aussen ohne den Zusammenhang zu kennen, war dies nur wirres Gerede.

    Der Alkohol machte ihre Zunge locker, doch liess er es auch nicht zu, dass sie ihre Gedanken richtig ordnen konnte. Kitty fasste sich an den Kopf, ihr war so schwindlig und übel, unglaublich übel.

    • Diese Antwort wurde vor vor 6 years, 1 month von Alex bearbeitet.
    #59334

    Alex
    Spieler

    Kitty biss sich auf die Lippen. Sie musste schlucken, die Worte schlucken, die ihr auf der Zunge lagen. Verletzende Worte, aber nur, weil sie sich verletzt fühlte. Scott müsste doch wissen wie schwer ihr das Ganze fiel. Ja, sie liess ihr Team im Stich und das in einem sehr, sehr schweren Moment. Jedoch blieb ihr keine Wahl. Würde sie bleiben, dann könnte dies für sie gleich zwei Stürze bedeuten.
    Es war nicht einfach hier zu stehen und ihrem Freund ihre Absichten zu erzählen, ihm dabei die Stirn zu bieten. Sie hatte sich aber entschieden und es gab einfach kein Zurück mehr, es durfte kein Zurück mehr geben.
    „Was erwartest du von mir? Dass ich abwarte? Was glaubst du kann ich denn noch bewirken? Nicht mehr, als für euch da zu sein, aber das kann ich auch wenn ich nicht zu den X-Men gehöre. Ich bin nicht von der Welt. Ich kann nur das Risiko nicht eingehen, dass ich meine Kraft weiterhin auf zwei Gruppen verteile und im schlimmsten Fall beide in den Abgrund ziehe. Die Öffentlichkeit weiss, dass ich die God’s Children anführe. Sie weiss aber nicht darüber Bescheid, an welchen Aufträgen ich bei den X-Men beteiligt bin. Elektra kann mir bis jetzt ausschliesslich vorwerfen, dass ich ihre Zielperson aus der Schussbahn gezogen habe. Nicht mehr und nicht weniger. Ja, wenn ihr das so sehen wollt, dass ich euch im Stich lassen, dann ist das nun mal so. Wenn du wirklich damit gerechnet hast, dann solltest du verstehen, warum es jetzt höchste Eisenbahn wird, dass ich gehe. Hier geht es um mehr. Ich weiss nicht was die Absicht von Elektra ist, aber falls sie mittlerweile weiss, wer ich bin, dann könnte ihr das in die Hände spielen, um einen heftigen Schlag gegen uns Mutanten auszurichten. Einen heftigen Schlag, den die God’s Children treffen könnte und das muss ich verhindern, das bin ich ihnen schuldig. Genau wie du verhindern wirst und da bin ich mir sicher, dass das Institut darunter leiden wird.
    Diese Situation ist für alle Beteiligten eine Herausforderung. Wir dürfen uns nicht noch angreifbarer machen, als wir eh schon geworden sind. Wir wissen nicht was Elektra vor hat. Ich traue ihr jedenfalls alles zu und daher muss ich dafür sorgen, dass die God’s Childern so gut es geht nicht in die Schussbahn geraten. Ich hoffe, dass du verstehst, dass das ganz alleine davon abhängt welche Schritte ich jetzt tue, bevor Elektra sie getan hat. Ich muss mich vor ihr entscheiden. Es tut mir Leid, aber ich kann dir einfach keine andere Antwort geben, als dass ich jetzt gehen muss, um alle schützen zu können. Mit mir könnte auch euer Boot stärker zum Wanken kommen.“
    Kitty wollte sich nicht mehr erklären, doch sie spürte, dass es wahrscheinlich notwendig würde, falls Scott ihre Absichten nicht verstand. Sie musste los lassen können, er hatte es wohl schon getan, auch wenn er den Zeitpunkt nicht verstand.

    #59316

    Alex
    Spieler

    Fast hätte sie aufgelacht, aber dies war jetzt wirklich nicht der richtige Zeitpunkt jemanden bezüglich seines Unwissens auszulachen. Die Lage war ernst, sogar ernster, als sie angenommen hatte. Elektra war aufgeflogen, die X-Men wussten vielleicht nicht viel über sie, aber immer noch genug, um herauszufinden, wer sie war. Die Stimmen in ihr begannen sich zu regen und sie hatte Mühe sich unter Kontrolle zu halten.
    Gray hatte sehr wohl Recht, dass es im Grunde genau das gleiche Spiel wie in den Schatten war, nur bei allem was er wusste, konnte er trotzdem keine Ahnung darüber haben, wie es in ihr aussah. Einem aufmerksamen Beobachter, würden ihre Ticks wohl nicht entgehen, aber konnte er erahnen, was sie bedeuten? Wusste er es? Kannte er ihre Vorgeschichte und hatte Einblick in ihre Kindheit? Wohl kaum. Die einzige Person, die dies noch wissen konnte, war ihr Bruder und der sollte lieber da bleiben, wo der Pfeffer wächst. Würde er es wagen hier her zu kommen, sie würde ihn in Stücke reissen. Nein, Gray hatte keine Vorstellung davon, das konnte sie aus seiner Reaktion schliessen.

    Sie seufzte, nach den nun schon zwei missglückten Aufträgen, musste sie auch noch eine Schwäche von sich Preis geben. Die X-Men hatten sich diesen Schlag wirklich verdient und er musste nicht nur ein wenig weh tun, es musste zerstörend sein, um Elektras Rachegelüste zu stillen.

    „Nun, da haben sie wohl Recht. Ein guter Politiker weiss sich zu tarnen und selbst wenn er Schwächen hat, kann er sie gut verbergen oder er macht sogar eine Stärke daraus, indem er sie Preis gibt.
    Ich weiss zwar nicht, was sie alles über mich wissen, ausser der Handschrift meiner Arbeit. Aber ich denke, es ist notwendig, dass sie die anderen Seiten auch kennen, bevor ich es wage mich der Öffentlichkeit zu stellen. Denn wenn ich eins über Gerichtsverfahren in der Zeit meines Studiums gelernt habe, dann dass es nie gut ist dem Verteidiger Dinge zu verschweigen, die wenn sie ans Licht kommen und das werden sie bestimmt, wenn die X-Men die Finger im Spiel haben, ein übles Nachspiel haben könnten.
    Was wäre wohl ich im Rampenlicht der Gesellschaft, wenn erst in Erfahrung gebracht wird, wer ich wirklich bin? Eine Irre, jemand der eine Gefahr darstellt und weggesperrt werden muss. Wie das einige nach dem feigen Mord an meinem Vater tun wollten. Ich war schon mal an diesem Punkt und will nicht mehr dort hin zurück.
    Ich habe leider kein weisses Hemd, das ich ihnen präsentieren könnte. Ich halte mich nicht nur verdeckt, weil es so leichter ist in den Schatten zu wandeln. Nein, ich fürchte mich vor der Hetzjagd, die schon einmal statt fand. Ich traue ihnen zu, dass sie es schaffen, auch diesen Punkt gegen die X-Men zu verwenden, trotzdem, was ist, wenn es der Gegenpartei gelingt mich als unzurechnungsfähig abzustempeln?“

    Elektra fühlte sich unwohl und die Kleider, die man ihr als Ersatz zu ihren eigenen gegeben hatten, waren auf einmal schäbig. Hoffentlich konnte Gray ihr folgen ohne, dass sie noch mehr ins Detail gehen musste.

    • Diese Antwort wurde vor vor 6 years, 1 month von Alex bearbeitet.
    • Diese Antwort wurde vor vor 6 years, 1 month von Alex bearbeitet.
    • Diese Antwort wurde vor vor 6 years, 1 month von Alex bearbeitet.
    #59313

    Alex
    Spieler

    Sein Lächeln war ansteckend. Für Elektra, die sonst keine Regung zeigte, das Gegenüber nie erraten liess, wie sie empfand, ein höchst seltenes Verhalten.

    Tatsächlich hätte sie dem alten Mann keine solchen Schlussfolgerungen zugetraut. Sie folgte seinem Beispiel und wechselte von den Fragen über die privaten Beziehungen zwischen ihm und ihrem Vater zu der jetzigen Situation, in der sie sich befand. Das andere hatte immer noch später Zeit.

    Es dauerte einen Moment, bis sie die Worte zurechtgelegt hatte, die sie ihrem Gegenüber erwidern wollte. Solche Gespräche waren äusserst mühsam für Elektra. Jemand in eine Falle locken, ein Spiel wie Katz und Maus spielen, kein Problem. Eine soziale Verbindung aufzubauen, dem anderen ihre Gedanke anvertrauen, schwierig. Das hatte sie vor langer Zeit abgelegt. Sie war eine Einzelkämpferin, zu wissen, dass niemand sie retten würde, war ihre Sicherheit. Elektra kam sich vor wie auf Glatteis.

    „Ich vermute die Frage, wie sie darauf kommen, dass ich Rache nehmen möchte erübrigt sich. Sie müssen meine Akten gut studiert haben und kennen meine Arbeit und meine Vorgehensweisen.
    Es liegt nicht in meiner Natur den Weg der Öffentlichkeit zu suchen, ich arbeite bevorzugt in den Schatten. Ihr Plan scheint gut durchdacht und äusserst sinnvoll, doch ich weiss nicht, ob ich die Rolle spielen kann, die sie mir zugedacht haben. Ich bin nicht abgeneigt davon, aber viel lieber würde ich diesen Typen die Kehle aufschlitzen. Nur weiss ich, dass dies selbst meine Kräfte übersteigt. Das sind immerhin Mutanten. Daher wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, als ihnen zu vertrauen.“

    Der Mann weckte eine Seite in Elektra, die tief in ihr verborgen war. Hatte er nicht irgendwie Ähnlichkeiten mit ihrem Vater? Jedenfalls war er, so wie es schien und dem Vertrauen, das er ausstrahlte, ein mächtiger, einflussreicher Mensch.

    • Diese Antwort wurde vor vor 6 years, 1 month von Alex bearbeitet.
    #59211

    Alex
    Spieler

    Ein trockenes „Ah, ja.“ War die Reaktion auf seine Antwort. „Unvorstellbar vielleicht nicht, aber wenn ich an die Zeit zurück denke, dann sehr unerwartet. Genau so wie dieses Treffen. Ich bin durchaus nicht undankbar, aber wieso hier? Wieso jetzt? Ein Schelm, wer dabei Böses denkt.“
    Elektra lehnte sich im Sessel zurück und schloss für einen kurzen Augenblick die Augen. Die Erinnerungen kurz nach dem Tod ihres Vaters steckten wie in einem Schleier, der von bösen Fratzen durchzogen war, die auf sie einredeten. Sie versuchte die Gedanken daran mit einem Kopfschütteln verschwinden zu lassen.

    „Es tut mir Leid, falls wir uns schon einmal begegnet sind und ich mich nicht mehr erinnern kann. Mein Vater hatte immer viel zu tun und ich nun ja, war jung und hatte andere Dinge im Kopf, als mir die Gesichter der Arbeitskollegen und Freunde zu merken, die täglich bei ihm ein und aus gingen.
    In meiner Zeit bei Hydra bin ich ihnen jedenfalls noch nie begegnet und auch ihr Gesicht kommt mir nicht bekannt vor, was nicht heissen soll, dass ich ihnen nicht glaube, nur ist es so natürlich alles andere als einem Fremden zu vertrauen. Und das sind sie nun einmal für mich, ein Fremder, der mich in sein Haus geholt hat, um mir zu verkünden, dass er mich schützen möchte, weil er mit meinem Vater befreundet war. Klingt doch auch für sie ein wenig merkwürdig nicht?“
    Das waren doch schon knapp Worte einer freundschaftlichen Unterhaltung, die Elektra führte. Höchst eigenartig, am Alkohol konnte das nicht liegen. Elektra hatte gelernt auch bei einem weitaus höheren Pegel die Kontrolle nicht zu verlieren und seine schmerzbetäubende Eigenschaft sich zu Nutzen zu machen.

    Es war Grey. Dieser Mann hatte trotz der Gefahr, die von ihm ausging, eine beruhigende Wirkung auf Elektra.

    • Diese Antwort wurde vor vor 6 years, 2 months von Alex bearbeitet.
    #59205

    Alex
    Spieler

    Misstrauen, ja Elektra traute ihm nicht, aber das tat sie bei jedem Menschen. Dem einzigen Menschen, dem sie noch traute, war sich selbst. Dieser Grey, warum wusste sie nichts über ihn? Er war glatt wie ein Aal. Sie konnte weder ein Zeichen von Unsicherheit erkennen, noch dass er irgend etwas vor ihr verschwieg. Elektra betrachtete ihn genauer, während er sprach.

    Ein Freund ihres Vaters. Ja, sie konnte sich dies gut vorstellen. Grey strahlte die gleiche Erhabenheit und innere Ruhe aus, die sie so an ihrem Vater geliebt hatte. Ganz gleichgültig, was kommen möge, er stand felsenfest und gab ihr Sicherheit.
    Trotzdem, sie musste vorsichtig sein. Der alte Mann hatte ihr gerade mehrfach gedroht. Freundschaft hin oder her. Mit Hydra hatte man keine Freundschaften, aber Hydra konnte helfen die Täter zu finden, die für den Tod ihres Vaters verantwortlich waren.

    Was sie eben erfahren hatte, war weitaus mehr, als zuvor und wenn es eine Lüge war, dann musste es trotzdem eine Spur geben. In welcher Verbindung Hugo und dieser Grey auch immer waren. Elektra hatte niemandem Kund getan, was sie beabsichtigte, warum sie nach New York zurückkehrte, sie hätte überall hingehen können, für immer verschwinden. Beim besten Willen traute sie diesem Hydraanhänger nicht zu, dass ausgerechnet er solche Pläne ohne einen witzigen Hinweis darauf durchschauen zu können.

    Elektras Gedanken arbeiteten, fast hätte sie die an sie gerichtete Frage überhört. Eine Antwort kam ihr trotzdem zügig über die Lippen: „Was liegt ihnen an mir, dass sie mich finden wollten? Wieso haben sie nach mir gesucht und mich nicht sogleich gefunden, als ich bei Hydra angefangen habe zu arbeiten? Das müsste ihnen doch zu Ohren gekommen sein?“
    Es war keine Taktik hinter ihrer Befragung, die Neugierde allein liess es zu, das Elektra für einen Moment zumindest nicht an den Kampf dachte.

    • Diese Antwort wurde vor vor 6 years, 2 months von Alex bearbeitet.
    #59204

    Alex
    Spieler

    Er hatte die zweite Karte auf den Tisch gelegt. Aber so regungslos. Sie hätte erwarte, dass es nun eine heisse Diskussion gab, dass er sie überzeugen wollte zu bleiben. So klang es nach einem „Na dann, tschüss“. Der Gegenwind kam nicht. Nur das Angebot, dass sie immer Unterstützung erwarten konnte. Lag es an dem Zeitpunkt? Hatte Scott schon lange damit gerechnet oder einfach nicht den Kopf dazu, weiter darauf einzugehen?

    „Ja, das will ich. Es geht so einfach nicht mehr weiter.“ Wurde sie gerade wütend? Ihre Stimme klang jedenfalls härter, als sie beabsichtigte.

    „Ja ich weiss, warum jetzt? Ja, ich muss damit rechnen, dass Elektra mich auch noch in die Sache zieht, aber trotzdem ist es ein Zeichen, wenn ich die X-Men dann schon verlassen habe. Scott, ich will mich nicht mit dir streiten, ihr seid für mich alle Familie, das werdet ihr immer bleiben. Aber es gibt die Zeit, da muss der kleine Vogel das Nest verlassen und ein eigenes bauen. Ich werde immer für euch da sein, aber nun mal eben als Freundin und nicht mehr Seite an Seite im Einsatz. Das geht nicht mehr, nicht wegen euch, nur ich verändere mich. Ihr leistet hier gute Arbeit, aber es passt nicht mehr zu der, die ich leiste. Der Spagat ist zu gross und ich muss Prioritäten setzen.“

    Warum erklärte sie sich immer mehr, wenn Scott doch schon seine Zustimmung gegeben hatte? Ihre Hände begannen zu zittern. Sie hatte erreicht, was sie wollte. Sie hätte das Büro verlassen können. Irgendwo im Innern hatte sie wohl gehofft, dass Seth nicht ganz richtig lag mit seinen Äusserungen. Sie wollte Scott nicht so sehen, wie das Bild das Seth ihr aufgezeigt hatte.

    „Scott, ich weiss wie wichtig ich euch bin. Ihr steckt in einer Krise und es sieht so aus als würde ich euch den Rücken zudrehen. Das ist es nicht. Ihr könnt immer noch mit mir sprechen, ich bin immer noch da, aber Kitty und X-Men und God’s Children das geht nicht mehr.“ Es war schwierig sich gegenüber genau so konsequent zu bleiben, wie die Worte, die sie benutzte. Doch sie musste es nun einfach tun, ein für alle mal, für die God’s Children.

    #59200

    Alex
    Spieler

    Klar, sie hatte Fehler begangen, wie ein blutiger Anfänger, die Drohung hatte sie verdient, besonders, da sie kurz aufeinander zwei Aufträge in den Sand gesetzt hatte. Dieser Herr machte ihr ganz klar, dass ihr Leben davon abhing, wie sie sich jetzt verhalten würde. Aber wusste dieser Mann auch wirklich, wer er da vor sich hatte? Ihre Augen blitzten auf, beim Gedanken ihn gleich hier und jetzt zu erschlagen.
    Ihre Finger verkrampften sich um das Glas, das sie immer noch in der Hand hielt, während sich Mr. Grey ein wenig nach vorne bückte, um seine Wasserflasche abzustellen. Sein Glück erwähnte in dem Moment ein weiteres Mal ihren Vater. Der Griff verstärkte sich, so dass das Weiss ihrer Knöchel zu sehen war, aber Elektra hörte ihm aufmerksam zu.

    Ein Freund ihres Vaters, eine Verpflichtung, sie gesucht. Warum hatten alle plötzlich solch ein grosses Interesse an ihrer Person. Das war doch zuvor nicht so, man liess sie in Ruhe. Nun hatte erst Cyclops versucht hinter ihre Geschichte zu kommen und sich die Zähne ausgebissen und jetzt auch noch dieser alte Mann, von dem Elektra so gar nichts wusste. Wer war er und warum jetzt? Schliesslich war sie schon länger bei Hydra und er hätte jederzeit Kontakt mit ihr aufnehmen können. Sofern er schon zuvor wusste wer sie war. Wahrscheinlich war es aber doch schlauer diesen Mann vorerst leben zu lassen. Vor Hydra, Verfolgung oder Attentäter hatte sie keine Angst, dafür war sie schon zu weit gegangen, aber von dieser Person ging mehr aus, als von der gesamten X-Men Bande. Er musste nicht es nicht aussprechen, sie spürte die Klinge an ihrer Kehle.

    „Entschuldigt, ich erinnere mich kaum noch an die Zeit bevor mein Vater starb und danach brauchte ich Abstand um mich von der Tragödie zu erholen.“ Eine glatte Lüge. „Wie können sie meinem Vater verpflichtet sein? Woher kannten sie ihn?“ Freundlich und diplomatisch, die Raubkatze musste für einmal die Krallen einziehen. Elektra tat es ihrem Gegenüber gleich und stellte das Glas auf den Tisch. Offene Hände, ein wenig Distanz verringern, keinen Anlass für weitere Drohungen übermitteln. Die Kontrolle würde sie schon beibehalten können.

    #59169

    Alex
    Spieler

    Wie zu erwarten pflichtete Scott ihr bei. Sein Schutz war ihr immer noch gewiss und schon wieder entschuldigte er ihre Fehler. Ja, Scott war ein treuer Freund und Mentor und Elektra war nicht unschuldig, aber was da geschehen war, konnte Kitty nicht mit ihrem Gewissen vereinbaren. Sie hatten eigenmächtig gehandelt. War das nicht genau die Befürchtung, die Carrie zu ihrer neuen Idee bei den God’s Children hatte? Dass sie begannen Selbstjustiz auszuüben, eine eigene Armee aufzubauen?
    Nein, das durfte sie nicht zulassen. Wie ihr Seth schon aufgezeigt hatte, die Ansichten der X-Men und der God’s Children gingen auseinander und sie musste sich entscheiden.
    „Danke Scott. Und doch, ich muss mich bedanken, denn es ist keine Selbstverständlichkeit für mich. Ausserdem haben du und Jean mich wieder aufgebaut. Und ich bedaure es, dass ich Bobby schon wieder nicht unterstützen kann.
    Ich stecke in mehreren Dilemmas, die mich noch zu weiteren Schritten bringen. Du weißt, dass ich, seit ich studiere immer weniger Zeit für das Institut und die X-Men hatte. Ich habe versucht alles unter einen Hut zu bringen, aber auch die God’s Children verlangen mir viel ab und da sind auch noch meine Freunde, die wegen all den Verpflichtungen zu kurz kommen. Ich habe das Gefühl nur noch zu funktionieren und nicht mehr meinen Richtlinien zu folgen. Mein Herz ist nicht mehr bei der Sache, nur noch mein Kopf und Körper arbeiten, weil sie dies nun mal tun müssen.
    Und darum muss ich Entscheidungen treffen, um wieder voll und ganz hinter dem zu stehen, was ich tue. Ich will dabei niemandem eine Schuldzuweisung machen und auch nicht das Argument der Anschläge hervor holen, aber so bin ich niemandem behilflich, sondern das Gegenteil, ich stelle mir noch selbst Stolpersteine in den Weg. Verstehst du was ich meine?“
    Wahrscheinlich würde Scott bald selbst darauf kommen, worauf sie hinaus wollte. Er war schliesslich nicht dumm. Aber es war ja auch gut, wenn der er selbst auf die Lösung kam. So würde es ihn nicht komplett überrumpeln.
    Kitty liess sich und ihm Zeit sich mit ihrem Entschluss anzufreunden.

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