Es ist ja auch ’ne Sache der Sozialisierung; Rica merkte ja zumindest an, dass er wohl ’ne ältere Generation ist. Ich mein’s ja auch nu nicht so, dass dieser ehemalige Kollege deswegen ein schlechter Mensch sei oder so. Jeez, ich hab viele sehr geschätzte Menschen in meinem Umfeld, die auch noch offensivere Arten des Sexismus ausleben. Ich ahb sie trotzdem leib, ohne dass ich jeden kleinsten Funken an ihnen automatisch deswegen gutheißen müsste oder in diesen Quark nicht mal eingrätschte dürfte, wiel, wie du ja auch sagst, binks, es auch nicht selbstverständlich, dass man erkennt, was man da macht. Viel mehr war es ja genauso immer eine Selbstverständlichkeit, so wie auch mein Leben mit Homosexualität in meiner Elterngeneration noch viel eher ein Problem gewesen wäre als heute. (und auch heute kannste noch ordentlich Pech haben, wenn ich an meinen Onkel denke, der mal meinte, seine Söhne aus der Wohnung zu prügeln, wenn die auch nur im Ansatz sowas zeigen würden)
und ich hab mich ja auch selbst nicht dabei rausgenommen; ich bin mir sicher, ich hab Sexismus auch noch in mir verinnerlicht. Wie gesagt – Sozialisierung und all das. Ich kann nicht plötzlich tabula rasa machen, sowas funktioniert nicht. Das ist ein sehr langwieriger, anstrengender, fummeliger Prozess, der einem weder unangenehm sein muss, noch einen zum schlechten Menschen macht.
Ich bin sehr zuversichtlich, was die künftige Generation angeht. Was ich von / über meinen kleinen Bro in England (13) höre, lässt mich viel hoffen. In der Generation sind Dinge Selbstverständlichkeit, die in meiner / unserer (?) zwar schon gehen, aber immer noch irgendwo was Exotisches oder Besonderes sind / waren. Das ist so verflucht cool mitzuerleben. 🙂
Dabei halte ich es aber auch der alten Generation gegenüber für nicht fair, ihre überholten Werte etwa stillschweigend hinzunehmen, weil sie eben noch so damit aufgewachsen sind, sich eh nicht belehren lassen, was auch immer. Einerseits wird der Graben zwischen der neueren und ihrer Generation dadurch nur unnötig breiter, andererseits sollte eine Art, uff, sagen wir ml milde Verpflichtung bestehen, ihnen wenigstens die Hand zu reichen, mitzukommen, auch wenn die zig mal, vielleicht auch immer, ausgeschlagen wird. Die jüngeren sind immer stärker daraus sensibilisiert und haben damit die Möglichkeit, solche Dinge eher zu erkennen als die Älteren. Es ist kein Mangel in den einen, es ist eine Stärke in den anderen.
…und letztlich ist Sexismus auch immer schlecht für die Wirtschaft, teils gar unvorteilhaft für den Klimawandel. 😮
blah blah blah, ok,
wie dem auch sei, ich muss langsam zur Arbeit. *g*
Rica,
sei so lieb, wenn du jetzt Probleme hast, mit mir zu posten, sag mir bitte bescheid, ok?
ich hätte heute abend nämlich Zeit, die ich zum posten nutzen wollte, aber wenn du jetzt nicht mehr magst, wäre das wirklich gut zu wissen, weil ich alle Postings heute eh nicht schaffe, aber die beiden hier stünden noch auf dem Plan. :‘)